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Schulen

IT in Schulen: Worauf es bei der Digitalisierung wirklich ankommt

Oktober 20256 min Lesezeit

Schulen in Deutschland haben in den letzten Jahren erhebliche Mittel für die Digitalisierung erhalten – durch den Digitalpakt und weitere Förderprogramme. Geräte wurden angeschafft, WLAN-Infrastruktur ausgebaut, Lernmanagementsysteme eingeführt. Und doch berichten viele Schulen von denselben Problemen: Geräte, die nicht funktionieren, WLAN-Verbindungen, die abreißen, und IT-Administratoren, die chronisch überlastet sind.

Woran liegt das – und was lässt sich dagegen tun?

Das Kernproblem: Geräte ohne Konzept

Viele Schulen haben Geräte angeschafft, ohne die notwendige Verwaltungsinfrastruktur mitzudenken. 200 iPads klingen gut – aber wie werden sie aktuell gehalten? Wie bekommt jedes Gerät dieselben Apps? Wie wird ein defektes Gerät schnell ersetzt?

Ohne ein Mobile Device Management (MDM) ist das kaum möglich. MDM-Systeme wie Apple School Manager, Jamf oder Microsoft Intune erlauben die zentrale Verwaltung aller Geräte – Konfiguration, App-Verteilung, Sicherheitsrichtlinien, Fernlöschung bei Verlust.

WLAN: Mehr als ein Router

Ein einzelner Consumer-Router reicht für Schulen nicht aus. Für 30 Geräte in einem Klassenzimmer braucht es professionelle Access Points mit ausreichender Bandbreite und stabiler Verbindung. Für eine ganze Schule bedeutet das:

  • Professionelle WLAN-Infrastruktur (z. B. Ubiquiti, Cisco Meraki, HPE Aruba)
  • Ausreichend Access Points pro Stockwerk und Bereich
  • Separate Netzwerke für Lehrer und Schüler (VLAN-Trennung)
  • Zentrales Management aller Access Points
  • Kapazitätsplanung für Prüfungsphasen mit maximaler Gerätenutzung

Datenschutz in der Schule: Die DSGVO gilt auch hier

Schüler- und Lehrerdaten unterliegen der DSGVO. Das hat konkrete Auswirkungen auf die Auswahl von Diensten und Plattformen:

  • Lernmanagementsysteme müssen DSGVO-konform sein – das schließt viele US-amerikanische Anbieter ohne europäische Serverstandorte aus
  • Cloud-Speicher für Schülerarbeiten muss auf europäischen Servern liegen
  • Eltern müssen in bestimmten Fällen über die Nutzung digitaler Dienste informiert werden
  • Bei Videokonferenztools gelten besondere Anforderungen, wenn Minderjährige teilnehmen

Gute Alternativen für Schulen existieren: Moodle als Self-hosted Lernplattform, Nextcloud für Dateispeicherung, Big Blue Button für Videokonferenzen.

Wer kümmert sich um die IT?

Das ist in vielen Schulen ein zentrales Problem. Lehrkräfte sind keine IT-Administratoren – auch wenn sie es oft notgedrungen werden. Der Sachaufwandsträger (Gemeinde, Landkreis, Bezirk) ist oft für die Bereitstellung der IT zuständig, hat aber selten ausreichend Personal.

Externe IT-Dienstleister wie SW-Systeme können hier eine wichtige Rolle übernehmen: als laufender IT-Betreuer mit definierten Reaktionszeiten, als Ansprechpartner für Technikprobleme im Schulalltag und als Berater bei der Planung neuer Projekte.

Was sollten Schulen als nächstes tun?

Ein strukturiertes Vorgehen hilft mehr als einzelne Sofortmaßnahmen:

  • Bestandsaufnahme: Welche Geräte gibt es? Welche Dienste werden genutzt? Was funktioniert nicht?
  • Priorisierung: Was ist dringend (defekte Infrastruktur), was ist wichtig (MDM, DSGVO) und was kann warten?
  • Konzept entwickeln: Welche Geräte für welche Jahrgänge? Welches MDM? Welche Lernplattform?
  • Umsetzung planen: Sommerferien nutzen, Fördergelder einplanen, Schulungen für Lehrkräfte einschließen

Unser Fazit

Schuldigitalisierung ist mehr als Hardware kaufen. Sie braucht eine durchdachte Infrastruktur, klare Verantwortlichkeiten und laufende Betreuung. SW-Systeme begleitet Schulen und Schulträger in Oberfranken und Südthüringen bei der Planung, Umsetzung und Betreuung ihrer IT – von der WLAN-Infrastruktur bis zum MDM, von der Datenschutzberatung bis zum laufenden Support.

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